Teil eines Werkes 
1. Band (1857)
Entstehung
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Das wirſt du hier nicht ſehen, ſagte er,denn

eine Andere iſt beſtimmt, es zu ſtillen und zu pflegen.

Eine Andere! ſchrie Blondine;man will mir mein Kind nicht laſſen, das iſt ja entſetzlich für ein Mutterherz, und erbarmungslos gehandelt.

Mit dieſen Worten floh ſie, wie von einem böſen Feinde getrieben, von einem Winkel des Ge⸗ fängniſſes zum andern; ihre Glieder bebten, und die letzte Faſſung hatte ſie verlaſſen.

Du handelſt wie eine Thörin, ſagte der Ge⸗ fängnißwärter,es kommt ja nur auf dich an, dieſem Schickfale, das dir ſo viel Kummer macht, zu ent⸗ gehen, wenn du nur ein einziges Wort ſprichſt; du würdeſt da mn frei ſein und dein Kind wiedererhalten.

Mein Kind! ſagte Blondine,Jja, Ihr habt recht, ich werde es dann gewiß wiederſehen, und ich wäre eine Rabenmutter, wenn ich es der liebloſen Pflege einer Fremden überlaſſen wollte. Geht und meldet es dem Richter, daß ich Alles ſagen will.

Noch an demſelben Tage wurde Blondine zum zweiten Mal ins Verhör geführt.

Ich will ihn nennen, den Namen! rief ſie,

und mag für mich daraus entſtehen, was immer

will; aber ich flehe um die einzige Gewährung, mir