Teil eines Werkes 
1. Band (1857)
Entstehung
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war, ohne daß derſelbe eine Antwort darauf

gen ließ. Ich begreife nicht, was unſern Bernhatt abhält, uns Nachricht von ſeinem Befinden zu geben, ſagte die Mutter in beſorgtem Tone, während ſie an dem Arme des Pfarrers langſam durch den Garten wan⸗ delte;ich muß dir geſtehen, lieber Mann, ſein Still⸗ ſchweigen macht mir von Tag zu Tag mehr Unruhe, beſonders da du ihn doch ausdrücklich aufſorderteſt, ſofort an uns zu ſchreiben, auch glaube ich, daß er verſchiedene Bedürfniſſe an Kleidern, Wäſche und andern Sachen haben wird, da doch der Herbſt her⸗ angekommen iſt.

Ich forderte ihn allerdings auf, uns bald zu antworten, ſagte der Pfarrer,und ich hoffe gewiß, daß er nun bald etwas wird von ſich hören laſſenz daß ihm ein Unfall zugeſtoßen ſein ſollte, kann ich mir nicht denken und ich halte es für unnöthig große Beſorgniſſe zu hegen, beſonders da wir unſern Bern⸗ hard in guten Händen wiſſen. Denn der i Muſiklehrer Michael, bei welchem wird gewiß eben ſo gut für ihn So als ob es durch uns ſelbſt geſchehe. Der iſ vielfach erfahren und wird gewiß

Sohn ſorgfältig wachen.