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einzugehen mit ſeinem Sohne und Thurmfels in in das ewige Freudenreich!—
Groß war die Ruͤhrung, allgemein; der junge Monarch ſelbſt fuͤhlte ſich etwas bewegt:„In Summa,“ ſprach er,„ſie ſtarben als furchtloſe Maͤn⸗ ner und gute Chriſten, trotz dem Bannfluch! Wir hätten die Ritter begnadigen ſollen.“—
Doch hinweg von dieſem Lrauergemätde— und noch einen Blick in das freundliche Schwaben⸗ land. Auf der Roßburg fuͤhrte man ein ſtilles, ge⸗ räuſchloſes Leben. Der Greis Arno und Wolf von
Fohburg, deren jetzige Schirmvoigte, lagen ihren Pflich⸗
ten ob, und die drei jungen Frauen, Mathilde, Hulda und Roſamunde, beſchäftigten ſich am Spinnkocken, oder ſtickten Waffenroͤcke und Feldbinden fuͤr ihre ab⸗ weſenden Gatten. Jede Nachricht, welche ſie von ihrem Wohlbefinden auf dem Feldzuge erhielten, brachte ihnen Frohſinn und Freude, und die liebevollen Männer bereiteten ihnen dieſe oft. Faſt alle Wo⸗ chen ſah man Knappen von dorther ankommen und wieder abreiten, um auch erfreuliche Gegenverſiche⸗ rungen zuruͤckzubringen. Aber mit einem Mal blie⸗ ben ſie ganz aus. Die zärtlichen Gattinnen wurden deßhalb ſehr beſorgt, täglich unruhiger und ängſtli⸗
cher. Die alten Ritter troͤſteten, ſo viel ſie nur ver⸗
mochten, indeß wollte es ihnen doch ſelbſt nicht zum Beſten gemahnen, und im Geheimen ſchuͤttelten ſie gar oft bedenklich die greiſen Häupter.
Da ſollte ihnen nach mehrern unruhig verlebten Wochen auch noch die letzte gute Hoffnung ploͤtzlich geraubt und ſie durch eine ungeheuere Schreckensnach⸗ richt niedergedonnert werden. Zwei durch Schwaben


