weiſende Ritter kehrten auf der Roßburg ein und er⸗ züblten den beidem Schirmvoigten, was ſie ſelbſt mit angeſehen hatten— die öffentliche ſchmachvolle Hin⸗ richtung ihrer Angehoͤrigen. Es war zu bewundern,
daß die alten Manner, ohne die nachtheiligſten Fol⸗ *gen für ihre Geſundheit die gewaltigſte Erſchuͤtterung,
in welche ſie dadurch verſetzt wurden, ettragen, und
ihre außerordentliche Gemuͤthsbewegung, ihten unſäg⸗ lichen Schmerz, eine Zeit lang den Frauen verber⸗
ihnen zu Grabe gehen, vor dem ſie bereits ſianden, und mit der erdenklichſten Vorbereitung und Vorſicht erfuhren endlich die fruͤhen Witwen, was ihnen un⸗ moͤglich verſchwiegen bleiben konnte— den Tod ih⸗ rer Gatten. 13
Nichts von dem, was ſie dabei empfanden— wer vermoͤchte es auch die alles überwiegenden Leiden dieſer Aermſten zu ſchildern? In dem Kloſter der Urſulinerinnen, wo auch Thusnelde trauerte, nah⸗ men ſie den Schleier und ſuchten in den heiligen Mauern Frieden und Ruhe fuͤr das gebrochene Herz.
Bald entſchlummerten auch beide Greiſe, Arno und Kohburg an einem Tage, alt und lebensſatt; die ſtolze Roßburg verfiel durch die Nachläſſigkeit der ſie noch bewohnenden Knechte immer mehr, und im nachſten Jahrhunderte war ſie eine ganzliche Ruine.
So erloſch manch' edles Geſchlecht unter dem Sturm der Zeiten, und nur die Sage hat uns die Namen ſeiner Helden und ihrer Thaten noch auf⸗ bewahrt.
gen konnten. Aber das Geheimniß durfte nicht mit
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