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ſchutterlich feſt, mocht' er Gutes be vös bejnet⸗ ken— war es auch hier. Er wollte mit ſeiner Strenge prunken, vor den Großen des Reichs— und das Schauſpiel mußte aufgefuͤhrt, beide Tod⸗ tenritter hingerichtet werden.
Der ſchwarze tödtende Tag brach an; kein er⸗ freulicher Sonnenſtrahl erhellte den truͤb' umwoͤlkten Himmel. Fruͤhzeitig fanden ſich Tauſende auf dem großen Markte zu Mainz ein, die Himichtung mit anzuſchauen. Auch Giesheim war darunter, gewiß der regſte Theilnehmer unter der zahlloſen Menge; er hatte ſich an ein Haus geſchmiegt, wo man Alles uͤberſehen konnte, ſein Herz klopfte wie ein Hammer. Einen großen Zirkel umſchloſſen ſchon die Lanzenträ⸗ ger, in deſſen Mitte auf ringsum geſtreutem Sande zwei ſchwarze Bloͤcke ſtanden, bewacht von zwei baͤr⸗ tigen rauhen Nachrichtern, welche die großen geſchaͤrſ⸗ ten Beile auf ihren breiten Schultern trugen.
Da ſchlug die verhaͤngnißvolle eilfte Stunde— der junge Heinrich erſchien auf dem Balcon eines Palaſtes mit etlichen Großen, ſeine Ritter ſahen aus den Fenſtern der umſtehenden Gebaͤude. Das arme Suͤndergloͤcklein ertönte im widerlichen Klange— es nahete ſich der Zug langſam feierlich. Voran ritten 50 Reiter in ganz ſchwarzer Ruͤſtung, dieſen folgte ein Trupp Hadſchire, zu beiden Seiten wieder Had⸗ ſchire und in deren Mitte die Delinquenten Arm in Arm, feſten Schrittes. Ihre Kleidung war ein ein⸗ fach ritterlicher Waffenrock;— den gewöhnlich wei⸗ ßen ſchwarz eingefaßten Sterbekittel anzulegen, da zu hatte man ſie durchaus nicht bewegen können⸗


