„Unbeſonnener! was haſt Du gethan!“ rief der Großmeiſter, auf ſein noch blutiges Schwert geſtützt, dem Ritter Benno zu, der faſt ſo bleich als ſein Gemordeter deſſen Leichnam ſprachlos anſtarrte.„Ich furchte, uns wird ein hartes Loos treffen, und unſere Sterne ſind geſunken in ſchwarze Nacht!
Er hatte noch nicht ausgeſprochen, da verließen Knechte, Knappen und ſelbſt alle lothringiſchen Rit⸗ ter den entweiheten Tempel— um alle Gemein⸗ ſchaft mit den Bannbeladenen aufzuheben; ſchnell machten ſie ſich zum Abzug bereit, und die Vorhut verlaſſend kehrten 200 Mann zum kaiſerlichen Haupt⸗ heere zuruͤck.— Jetzt verſammelten ſich ſammtliche Todtenritter auf dem Kloſterhofe, um Rath zu hal⸗ ten, was nun zu thun ſei. Die Meinung Aller ſtimmte überein, es muͤſſe ſchleunigſt dem Kaiſer der ganze traurige Vorfall angezeigt, auch ſchnelle Be⸗ freiung vom Bannfluche ausgewirkt werden. Hier wolle man vor der Hand bleiben, um abzuwarten,
was kaiſerliche Majeſtät und die hohe Geiſtlichkeit
uber ſie beſchließen werde.— Drei Boten, alte weiſe Ritter, gingen deßhalb ab. Traurige Lage dieſer Helden, welche an raſt⸗


