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— 228— Jedoch ſchnell ermannt, rief der Abt voll gifti⸗ gen Ingrimms:„Du Milchbart!“ und ſpie dem Ritter ins Angeſicht. In demſelben Augenblicke fuͤhlte er aber auch ſchon deſſen Dolch in ſeiner Bruſt und lehnte ſich todtlich verwundet an den Hochaltar. Mit ihm zugleich erhielt auch Fauſt ſeinen Todesſtreich, der Großmeiſter ſpaltete dem Buben Helm und Haupt. Um nicht ohne ein Schelmſtůck aus der Welt zu gehen, nahm der immer mehr erbleichende Abt ſeine letzten Kraͤfte zuſammen, richtete ſich empor, ſo hoch er konnte und hub mit moglichſt ſtarker Stimme an:„Morder eines gottgeweiheten Prieſters! uͤber Dich und Deine Genoſſen komme hiermit mein Bannfluch! Verflucht ſei die Erde, die Ihr betretet, verflucht die Luft, die Ihr einathmet, verflucht Je⸗ dermann, der mit Euch umgeht. Kein heiliges Sa⸗ krament ſtärke Euch in der Todesſtunde, und alle Qualen der Hoͤlle muͤſſen Euch treffen!“— „Amen!“ bekraͤftigten aller Moͤnche Stimmen im anſtoßenden Kreuzgange, dumpf und ſchauerlich wiederholt durch das vielfache Echo. Der Abt bekam Convulſionen, ſtuͤrzte zuſam⸗ men und ſtarb. Laienbruͤder und Prieſter entflohen ⸗


