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mung darbot. Ach, die Liebliche ſelbſt fuhlte ſich ſo ſonderbar bewegt, höher hob ſich ihr jungfräulicher Buſen; ein leiſer Seufzer entfloh den roſigen Lip⸗ Faſt verlegen um Worte ſtand das ſchöne Paar ſich lange gegenuͤber, bis endlich Hermann, Mathit⸗ dens Bruder, dieß ſeltſame Stillſchweigen unterbrach, ſich dem Wohlwollen des Wildgrafen mit ehrerbie⸗ tiger Reverenz empfehlend.
„Wohl habt Ihr köſtliche Schätze! Herr Nach⸗ bar,“ rief dieſer wie begeiſtert aus, indem er den jungen Giesheim umarmte,„einen lieben Sohn, ſei⸗ nes edeln Vaters werth, und eine Tochter, ſchoner als die Koͤnigin des Himmets! Erlaubt Ihr wohl,
mein liebenswurdiges Fräulein,“ wandte er ſich dann
mit dem ihm eigenen königlichen Anſtande zu Ma⸗ thilden,„bei dem morgenden Stechen Eure Farbe zu tragen?“ Die Jungftau verneigte ſich, und Purpurröthe uͤbergoß ihre feinen Wangen. „Dank fuͤr Eure gutige Bewilligung,“ fiel der feurige Gaſt ſchnell wieder ein; hierauf ſprach es


