Teil eines Werkes 
2 (1825) Nachtfalter / von Franz Maria Nell
Entstehung
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32 welche nur aufgeſchoben wurde, verblieb es; alle woll⸗ ten auf einem der wiedererworbenen norwegiſchen Gü⸗ ter Guſtavs in Eintracht und häuslichem Glücke nach ſo vielen Stürmen ihr Ziel erreichen.

Als der Tag des beſchloſſenen Aufbruchs aus dem Afdalthale nicht mehr ferne war, ging Adolph zum letzten Mahl in die Burg Erichs im Vettiethale. Er ſtieg in die Gruft ſeines Ahnherrn hinab, öffnete den Sarg, und kehrte des dürren Leichnams Antlitz den Sternen zu, damit er nicht länger der Einsige unter den Begra⸗ benen den Glauben ſeiner Bruſt an ein zweytes Leben nach dieſem kurzen Erdendaſeyn verläugne. Adolph verſchloß Sarg und Gruft und Haus, und nahm die Schlüſſel mit ſich in die freundliche neue Heimath, die ſein Vater Guſtav allen den Seinigen eröffnete.

Die wunderbare Wiederhohlung des Schickſals Erichs und Blandinens in der Liebe Adolphs und Leo⸗ norens, wie ſich denn beyde Paare auch in Geſichtszü⸗ gen ähnlich waren, die Urſache des entgegengeſetzten Ausgangs ihrer Liebe, gab den Betrachtungen Adolphs und Leonorens Stoff für ein langes Leben. Sie ver⸗ lebten in Ruhe ihre Tage und vollglücklich, hätte nicht die Erinnerung ſie gequält, daß ſie das Leben und die Liebe in ihrer höchſten Erhabenheit dort, wo die Bey⸗ den unabhängig vom Drucke der äußern Verhältniſſe