32 eine Flaſche ſpaniſchen Weins, doch ſie gab mir den gehofften Muth noch nicht, ich leerte eine zweyte, eine dritte, und ſieh, ich vergaß im aufgährenden Rauſche die Piſtole in meiner Hand;— einige meiner Freunde ka⸗ men mich zu beſuchen, ich entdeckte ihnen taumelnd und lachend meinen ſchwarzen Entſchluß, ſie lachten vom Herzen, entriſſen mir die Piſtole, und ſchleppten mich fort zu einem Freudenfeſte, wo mein Rauſch verrauch⸗ te, und ich allgemach in's nüchterne Leben zurück trat. Dort war es, wo ich ein weibliches Weſen erblickte, das meinem Herzen Leonoren erſetzte: das Leben zog mich wieder an, und ich vergaß jene, um derentwillen ich mich zu einem Gewaltſtreiche gegen mein eigenes Da⸗ ſeyn vorbereitet hatte vor welchem ich immer mehr zu⸗ rückſchauderte, je mehr Reitze das Leben mir durch eine neue Liebesblüthe entwickelte. Die Königinn jenes Fe⸗ ſtes erwählte ich ſchnell zur Herrinn meines Herzens; — ihr edles Gemüth, dem ſich das Labyrinth mei⸗ nes früheren Lebens vertrauungsvoll erſchloß, goß einen Lichtſtrahl der Reue in mein Herz;— mein Entſchluß auch das Eurige wieder zu geben, euch und Leonoren zu beglücken durch den alten Wohlſtand, meine Pilger⸗ fahrt nach dem Vektiethale iſt eine Frucht vom Baume meiner Liebe.— Jetzt verzeiht mir Adolph, und laßt mich hinziehen in Frieden.“ Adolph war tief ergriffen
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