Teil eines Werkes 
2 (1825) Nachtfalter / von Franz Maria Nell
Entstehung
Einzelbild herunterladen

319 ſtörtem Blicke und bleichem Antlitze eintrat, war den Un⸗ glücklichen keine frohe Erſcheinung, die ſelbſt hilfebe⸗

dürftig ihm nicht helfen zu können glaubten. Die Be⸗

fremdung Aller wich aber einem freudigen Erſtaunen, als der Fremde auf Adolph zuging, ihn bey der Hand nahm und ausriefGelobt ſey Gott, daß ich euch noch finde, mein Unrecht gut zu machen; Hugo Lindenſtiern ſteht vor euch, welcher das Erbe eures Ahnherrn euch

und Leonoren nicht länger vorenthält; nehmt dieſe Schrift,

ſie ſetzt euch in den Beſitz alles deſſen ein, was eurem Vater gehört, und euch! Adolph und alle Anweſen⸗ den ſtanden erſtaunt.Die Frage, wie dieß Alles ge⸗ kommen, will und kann ich euch Adolph allein beant⸗ worten, aber jetzt werdet froh, und denkt nicht an das Vergangene; doch wo iſt Leonore?*ſie ſchläft' ſagte Adolph»wohl, laßt ſie ſchlafen 3* damit ging Lin⸗ denſtiern, und ließ aus ſeinem Gepäcke Wein und Zwie⸗ back hohlen, das Rindenbrot aber, das er auf dem Steintiſche vor ſeinen Wirthen gefunden, die er jetzt bewirthete, erbath er ſich zum Andenken an dieſe Stun⸗ de. Während Alle dieß unverhoffte Frühmahl einnah⸗ men, zog Lindenſtiern, der ſich allein des Weins ent⸗ hielt, welcher alle erheiterte, ſeinen Nebenbuhler Adolph bey Seite, und erklärte ihm ſeine Anweſenheit mit Fol⸗

gendem:Die Einziehung der Güter eures Vaters