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Jahrtauſenden auf dem ewigen Eiſe liegen, ſo ſteht der Normann noch lange mit kalter Bruſt auf dem Eis⸗ felde ſeines freudenleeren Daſeyns, während ſein ſüd⸗ licher Bruder mit den Blättern des Baumes ſeiner Freuden dahinwelkt. Träge wie die nordiſche Herbſt⸗ ſonne in ihrer ſchrägen Bahn ſchleiche ich um das Stoppelfeld meines Lebens. Das Licht des Lebens und der Freude ſinkt mir nicht wie die Sonne in wärmeren Zonen im ſenkrechten ſchleunigen Falle hinter die Ber⸗ ge, dieſe Grabhügel am Abendhimmel. Darum mein Sohn, darum mein Enkel, weil mich eine frühe Leiden⸗ ſchaft, die mich nicht zum Ziele führte, weil ein fol⸗ tern der Schmerz darob mich der Ciecade, dieſer Göt— tinn ſonder Fleiſch und Blut, ähnlich werden ließ, dar⸗ um werde eure erſte Leidenſchaft geheiligt durch das Erwarten ihrer Krone, oder entſcheidet über eure letzte mit voller Verſtandeskraft und werdet erſt mündig mit dreyßig Jahren, und Herren eurer Hand.
Unfähig, das langſame Erſterben meines Lebens von dem regen Wunſche nach dem Tode zu unterſchei⸗ den, will ich zur Strafe des Hohns, den mich Leiden⸗ ſchaft dem Leben ſprechen läßt, deſſen höchſten Genuß mich Zweifelſucht und Uebereilung verfehlen ließ, in der Gruft meiner Burg, das Geſicht nach den Tiefen der Erde gerichtet, begraben werden.“


