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ward mir jetzt zum Räthſel, ſie ſchien mirtreu geblieben zu ſeyn, und verſchenkte doch ihre Hand, des Vaters Willen zu ehren. All ihr Handeln vom Anbeginn un⸗ ſerer Bekanntſchaft erſchien mir ſo verſchieden von dem gewöhnlichen Thun der andern Menſchen, daß ſie nur in dem Schleyer vor meiner Seele ſtand, den die ägypti⸗ ſchen Prieſter über die unbegriffene Wahrheitsgöttinn Iſis warfen. Ich mahlte Blandinen als dieſe Göttinn, mich ſelbſt zu ihren Füßen knieend, der räthſelhaften Göttinn meines Daſeyns huldigend. Dieſes Bild, in leichten Umriſſen den Schleyer hindurch Blandinens edle Züge darſtellend, iſt das gelungenſte meines Pin⸗ ſels, und tauſend Goldgulden, die mir ein Engländer dafür anboth, ſchlug ich meiner Armuth ungeachtet aus.
Meine arme Gattinn ſtarb; ich ahne nur die Ur⸗ ſache ihres Todes, und will ſie nicht näher ſchildern. Die ihr das Vorhergehende laſet, werdet mit mir ah⸗ nen, daß ihr liebendes Gemüth des geiſtigen Hunger⸗ todes ſtarb, weil es die vergiftete Frucht meiner Liebe ſeit Blandinens Anweſenheit in Norwegen nicht mehr berühren mochte. Nun war ich wieder frey, aber, Blandine war es nicht mehr. Aus Schweden verbannt konnte ich von ihr lange keine Kunde erhalten. Auf einer Reiſe, die ich nach Chriſtiansfield an der ſchwediſchen Gränze in einem Geſchäfte unternommen hatte, erfuhr


