Teil eines Werkes 
2 (1825) Nachtfalter / von Franz Maria Nell
Entstehung
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294 ben der Frauen gemacht, ich achtete dieß Geſchlecht nicht hoch, und hatte mich nur in Blandinen mit ihm ver ſöhnt, um alle Fehler und Schwächen des ganzen Ge⸗ ſchlechtes in ihr zu vergeſſen, aber jetzt ſtieß ich auch ſie in den Reigen der anderen Bacchantinnen mit Schlepp⸗ kleid und Fächer. Ein Spiel der Eitelkeit erſchien mir ihre Anfangs geheuchelte Liebe, ein Blendwerk, mich über ihr ſchlechtes Herz zu täuſchen, erſchien mir Ab⸗ ſchiedswort und Geſchenk.Was ſoll mir ein Spiegel2 dieß Glas der Pfyche gibt das Bild zurück, das man ihm vorhält; Blandinens Seele ſoll er mir vorſtellen? gut, ich empfange mein Bild zurück, und werde wie⸗ der ſelbſtſtändig werden. Ich Thor dachte nicht daran, daß jener ſilberne Spiegel auch die glatte Weltſcele vor⸗ ſtellen konnte, die keinen fremden Hauch auf ſich dul⸗ det, doch vor dem Auge des Geliebten und nur vor ihm allein zeigen darf, daß er ihr Innerſtes bewohnet. Ich wartete die Entwicklung meiner erſten Lebens⸗ blüthe nicht ab, wie Blandine mir anrieth; vorſchnell riß ich ſie vom Baume meines Daſeyns, und glaubte, mein Lenz werde noch eine zweyte hervortreiben. Ich heirathete ein armes Mädchen in Bergen, der ich zum Hochzeitsgeſchenke den Spiegel Blandinens gab. Ich errichtete meine Mahlerwerkſtätte in Bergen, und er⸗ hielt mich vom Mahlen der Madonnen- und Heiligen⸗

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