Teil eines Werkes 
2 (1825) Nachtfalter / von Franz Maria Nell
Entstehung
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2935 dat zu machen, das mich, den verſuchten Entführer der Tochter eines ſchwediſchen Standesherrn mit meiner Nachkommenſchaft des Landes verwies, das ich pflicht⸗ vergeſſen ſelbſt verlaſſen gewollt. Ich wurde an die norwegiſche Gränze mehr träumend als wachend abge⸗ führt, dort händigte mir einer meiner beyden Beglei⸗ ter von Amtswegen, unter dem Siegel ewiger Ver⸗ ſchwiegenheit, ein Packet ein, das eine Unbekannte in Stockholm ihm zugeſteckt habe, mit dem Auftrage, es dem Verbannten an der Reichsgränze einzuhändigen. In Norwegen öffnete ich das Packet, es enthielt ein Blatt von mir unbekannter Hand mit den Worten: »Schweden hat man dich zu verlaſſen gezwungen, doch es gibt ein Reich für dich, wo dir kein Epil droht, wenn du es nicht ſelbſt muthwillig verlaſſeſt, ein reicher Herbſt folgt oft einem trüben Frühlinge, wenn dieſer die Blüthen nur nicht erſtickt, hüllte er ſie gleich in Ne bel ein. Darum verzage nicht, doch entſcheide nicht vor eilig über deinen Frühling, einen Spiegel ſende ich dir als Andenken an mich, denke dir, er ſey das Bild meiner Seele und blicke oft darein. Blandine war die Geberinn, mein trotziger Sinn ließ mich das Geſchenk und deſſen Sinn mißdeuten; ich hatte auf meinen Rei⸗ ſen manche traurige Erfahrung von dem wüſten auf die oberflächlichſten Genüſſe der Eitelkeit ſtets bedachten Trei⸗