Teil eines Werkes 
2 (1825) Nachtfalter / von Franz Maria Nell
Entstehung
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licher Mann nicht länger verweilen. Dieß Abkaufen des Anblicks der einzig Geliebten, dieſer jüdiſche Schacher mit dem Theuerſten, was ich auf Erden und für die Ewigkeit zu beſitzen glaubte, ließ mich in unbewußtem Zorn entbrennen: ich warf ihm das Geld vor die Fü⸗ ße, und ging mit den unbedachten Worten:das Bild Blandinens iſt bezahlt, ihre Liebe bezahlt kein Adel⸗ fleth! kein Lindenſtiern.

Unfähig zur Ausübung meiner Kunſt hatte ich nun Zeit zu den kühnſten Entwürfen mich zu Blandinens Beſitze zu erheben. Meine Kunſt war durch ſie der einförmigſten Manier anheim gefallen, und gewiß ſind manchen braven alten Meiſters ſtehende Geſtalten ſei⸗ ner Madonnen⸗ und Engelsköpfe Kinder ſeiner erſten Liebe. Dichter und Mahler ſetzen ſich in ihrer Blüthen⸗ zeit in den Beſitz des Schönſten, was ihnen begegnet, und ſie halten tren an deſſen Geſtalten bis ins Alter⸗ wie die Poeten der alten Völker, oder eigentlich zu reden der Völker in der Jugendzeit, die ſchönſten Bil⸗ der der ewig jungen aber auch ewig gleichen Natur ſich angeeignet und ihren Nachfolgern nichts Neues zum Funde, und nichts nachzuahmen gelaſſen haben, als die Form, und das, was wir Manier nennen. Aufgegeben von der Welt, die nicht mehr den Mahler, die nur den verliebten Thoren in mir erblickte, lebte ich, weil mir