Teil eines Werkes 
2 (1825) Nachtfalter / von Franz Maria Nell
Entstehung
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282 er reitet heim! Abends gelangte Adolph zum Afdalhofe, wo ſeine Schweſter hauſte, er hielt aber nicht an, ſon⸗ dern verfolgte ſeinen Weg von Felswand zu Felswand bis er Erichs Burg vor ſich ſtehen ſah. Die Fenſter glänzten ſilbern im Monde aber kein Licht leuchtete aus dem Innern der Gemächer. Adolph geht an die Pforte er klopft vernehmlich daran, aber niemand erſcheint, ſie ihm zu öffnen; da bemerkt er ein Eiſenband über das Thor gelegt mit einem gewaltigen Schloſſe von Pfoſte zu Pfoſte geſpannt. Ein eiſiger Schauer über⸗ fällt ihn bey dieſem Anblicke; er eilt nach einer der nahen Hütten, aber die zerbrochenen Fenſter, an die er klopfen will, beweiſen ihm, daß ſie unbewohnt ſey, ein Gleiches erfährt er an den übrigen Hütten, die um die Burg herum ſtanden⸗ ungewiß ob dieſe Verödung ein Werk des Willens oder des Dahinſterbens ihrer al⸗ ten Bewohner ſey, bereut Adolph am Afdalshofe ohne Nachfrage vorüber gegangen zu ſeyn. Er ruht in einer der verlaſſenen Hütten bis zum Morgen, in deſſen Lichte er ſich überzeugt, Gyllenborgs Pfalz und Vettiethal ſeyen verödet— das Schloßthor war mit Kette und Eiſenriegel verſperrt,— kein menſchliches Weſen regte ſich im Vettiethale. Düſterer Ahnungen voll, reitet Adolph nach dem Afdalthale. Vor dem Herrenhofe, wo er gegen Mittag