Teil eines Werkes 
2 (1825) Nachtfalter / von Franz Maria Nell
Entstehung
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göwen verwandelte, habe ich in unmäßiger Liebesſehnſucht dich das Heiligthum deiner Kindespflicht zu entweihen vermocht,— mich allein treffe der Zorn deines Vaters, ich habe ihn allein verdient.“ Die Thränen der Lieben⸗ den begleiteten dieſe Rede, Adolph aber fühlte ſich ſtark, jeden Blitz zu ertragen, welchen der Zorn des Ge⸗ ſchickes nach ihm ſchleudern ſollte, weil er ein Weib ge⸗ nommen, das wie Leonore liebte.

Bis zu ſeiner Ankunft in Wismar, wo er ſch. un⸗ widerruflich an Leonoren anſchloß, hatte Adolph ſeinem Vater während ſeiner Reiſe durch die Welt alle Vier⸗ teljahre einmahl geſchrieben, und von dieſem jährlich die nöthigen Mittel zur Fortſetzung ſeiner Reiſe in mehr als reichlichem Maße erhalten. Er hatte jedoch ſein Be⸗ kanntwerden mit Leonoren, und Alles, was ſpäter dar⸗

auf Bezug nahm, geheim gehalten. Seit ſeiner Ankunft in Schweden getraute er ſich nicht mehr ſeinem Vater Nachricht von ſich zu geben, denn die Lüge war ihm fremd, und er hoffte einſt mündlich von ſeinem Vater Vergebung für das Geſchehene zu erbitten. Die Unter⸗ ſtützung ſeines Vaters, der ſeinen Aufenthalt nicht mehr wußte, blieb jedoch aus, und er mußte ſich ſehr ein⸗ ſchränken, um mit Lepnoren ohne Mangel die Zeit zu ver⸗ leben, die noch bis zu dem Zeitpunete fehlte, da er vor ſeinem Vater erſcheinen durfte. Leonore fand ihre Freude