ergriff ſein Vater das letzte Mittel: ſein gegebenes Wort durch einen auffallenden Schritt zu bewähren, lließ er durch ſeine Freunde bey Hofe gegen den eigenen Sohn die Entſetzung von ſeinem Poſten, wegen eigenwilliger Verlaſſung deſſelben, ausſprechen, er ſelbſt aber ent⸗ erbte zum Scheine den Ungehorſamen, der ſeines Va⸗ ters gegebenes Wort durch Starrſinn zur Lüge mach⸗ te. So wollte er den Unbeugſamen beugen. Aber er hatte ſich verrechnet; Aſtolph fühlte ſich freyer und né⸗ her ſeiner Geliebten, da er ſein Geſchick ſich ſelbſt über⸗ laſſen ſah. Freudig nahm er die Kunde ſeiner Entlaſ⸗ ſung, ja ſelbſt der Enterbung auf, denn ſo außer die Schranken der Convenienz geſtoßen, wähnte er glück⸗ lich zu werden durch ſich ſelbſt, durch ſeine Liebe. Ohne Abſchied vom Vaker zog er fort aus Madrid nach Se⸗ villa, freudiger Ahnungen voll. Enrique aber hoffte, er werde bald enttäuſcht, durch Mangel und Ehrgeitz geſpornt, von dort zurückkehren in den Kreis, dem er eigentlich angehörte. Ghismonda, welche den ihr be⸗ ſtimmten Bräutigam mit aller Sehnſucht einer jungen Spanierinn bis zur Wuth über ſeine Weigerung lieb⸗ te, ſah ihn mit tiefem Unmuthe und aufgährender Rachſucht ſcheiden; nur ihre Eigenliebe und der Glanz ihres Hauſes ließ auch ſie hoffen, der Gedemüthigte werde bald als Gnade erbitten, was er jetzt thöricht
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