8 Dunkel ſeines Herzensweges, die vornehme Abkunft Albinens, die ihn doch ſelbſt noch mehr ermuthigt hat⸗ te, jenen Weg zu verfolgen, durfte er vor Enrique's Augen nicht enthüllen. Dieſer ſchalt ſeinen Sohn einen pflichtvergeſſenen Thoren, Albinen eine planmäßige, ſchändliche Verführerinn; ihr Brief an Aſtolph, worin ſie ihn bat, ihr zu entſagen, war ihm eine Schlinge der Buhlerinn, den rechtlichen Sinn des Jünglings zu verſtricken. Mehr bedurfte es nicht, um in Aſtolphs ge⸗ reitzter Seele den Vorſatz zur Reife zu bringen, die Wahl ſeines Herzens durch die Ehre Albinens zu recht⸗ fertigen, die er dadurch retten wollte, daß er auf jener⸗ Wahl beſtand. Enrique ſtellte ihm ſein, dem Hauſe Se⸗ radilla gegebenes Wort entgegen, und drohte mit Fluch und Enterbung. Vergebens, Aſtolphs Leidenſchaft war⸗ blind und taub, und er fühlte keine Neigung für Ghis⸗ monden. Während des häuslichen Kampfes mit ſeinem Vater brachte der Ruf ſein Verhältniß zu Albinen, ſei⸗ nen Auftritt mit Killigran in die Zirkel der Hauptſtadt. Ghismonda verlangte die Sühnung ihrer Ehre durch alſogleiche Verbindung mit Aſtolph, die jenes Gerücht widerlegen ſollte. Enrique bot Alles auf, aber umſonſt; das Herz in freyer Wahl ſo überglücklich, mußte den Zwang zu einer nichts gewährenden Verbindung vevab⸗ ſcheuen. Aſtolph blieb ſtandhaft, und treu Albinen. Da
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