Teil eines Werkes 
2 (1825) Nachtfalter / von Franz Maria Nell
Entstehung
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3) unheilbringendem Beginnen. Daß ich euch ebenbürtig bin, darf ich nicht geltend machen, ehe der Haß der beleidigten Feinde meines Vaters erliſcht, die nach ſei⸗ nem Leben trachten würden, wenn ſie ſeinen Aufenthalt erführen. Ich erkenne die Unmöglichkeit dieſe Hinder⸗ niſſe zu beſiegen, den Wahnſinn ſie angreifen zu wol⸗ len, und doch, doch ſagt mir eine geheime Stimme, alles ſey möglich, weil ihr mich liebt. Lächelt über mei⸗ nen feſten Glauben an eine gütige Leitung der Schick⸗ ſale des gemeinſten Menſchen, vielleicht hoffe ich auf mein Verderben, das ſich blendend geſtaltet hat. Zürnt der Mücke, die mit verbrannten Flügeln dem Lichte zu⸗ flattert, bis ſie den Feuertod ſtirbt, wenn ihr meiner Liebe zürnen wollt; doch ſollt ihr mir nicht gleichen dar⸗ um; müßt ihr als Mann der Liebe entſagen, ſo entſage ich ihren Früchten willig, denn ich habe ſie blühen ge⸗ ſehen, und werde glücklich ſeyn in der Erinnerung.“— Aſtolph ſtand wie vernichtet: was ihn Albinen näher brachte, ihre vornehme Abkunft, ſchied ihn, weil es ge⸗ heim bleiben mußte, auf's Neue von ihr.

Bey dem tiefgewurzelten Vorurtheile des Standes in der Bruſt des Caſtiliers, fühlte ſich Aſtolph jetzt mehr denn je zu Albina gezogen, da ſie ihm ebenbürtig war; er vergaß, daß der Adel etwas rein Aeußerliches ſeyn müſſe, da er ohne alle gute Folgen iſt, wo er Ge⸗