—
und gleiche Offenheit dafür zu verlangen, auf daß die Zukunft nicht ferner dunkel bleibe. Ein Maskenball, auf dem ſich Albina an ihrer Mutter Seite, welche Aſtolph nicht erkannte, verkleidet eingefunden, war der Ort der Entſcheidung. Der wächſerne Mund der ſchalk⸗ haften Lüge, der Albinens Purpurlippen bederkte, ward für Aſtolph das Hrakel furchtbarer Wahrheit. Nachdem er ihr ſeinen Entſchluß verkündigt hatte, mit männli⸗ chem Muthe den Plänen ſeines Vaters entgegen zu tre⸗ ten, wenn Albina es billigen, wenn ſie ihm die wah⸗ ren Verhältniſſe ihres Hauſes entdecken könnte, weihte er ſie in das Geheimniß ſeiner Lage gegen Ghismonden ein; er gab ihr ſo den Schlüſſel zu dem Räthſel ſeines erſten Begegnens mit ihr in Seradilla's Villa; er ver⸗ langte nun gleiche Offenheit, ſie ward ihm.„Wohlan'“ ſagte Albina,„euer edles Vertrauen gibt mir den Muth, mein Geſchick und das meines Vaters, ſein Leben und ſeine Ehre in eure Hände zu legen. Wiſſet, der arme Alchymiſt Polychreſtos iſt der unglückliche Sohn des franzöſiſchen Edlen Philippe Durand, der einſt in der Gunſt ſeines Hofes hoch geſtanden; ihr habt ſein Bild beleuchtet geſehen in der Halle, wo ich euch das erſte Mahl erblickte; in jenem Gemählde ehrt mein Vater das Andenken an die geſunkene Größe ſeines Hauſes. Eine Ehrenſache, in der er als Jüngling kurz nach


