Teil eines Werkes 
2 (1825) Nachtfalter / von Franz Maria Nell
Entstehung
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ihm dunkel war, und mit Ueberwältigung aller Hinder⸗ niſſe ſeinem Herzen den Sieg zu gönnen, war nun Aſtolphs einziges Beſtreben. Als der Erbe ſeines reichen Hauſes, glaubte er nur den Widerſtand ſeines Vaters überwinden zu dürfen, um vollglücklich zu werden.

Die Stunden, welche ſein Beruf ihm frey ließ, verbrachte Aſtolph in Polychreſtos Hauſe zu immer un⸗ umwunden erer Hingebung ſeines Herzens an Albinen. Dieſe zeigte bey aller Beweglichkeit in den widerſpre⸗ chendſten Theatercharakteren in ihrem Hauſe eine völlige Weltunerfahrenheit. Aſtolph glaubte auch hierin anfangs mit Erſchrecken eine Schauſpielerfertigkeit zu entdecken; doch die Offenheit, mit der ſie ihre Liebe, bey ſicht⸗ barer, verſchämter Scheu ſie zu entdecken, vor den Au⸗ gen Polychreſtys nicht verbergen konnte, überführte ihn des Gegentheils. Ihre naiven Ausbrüche von Neigung ßu Aſtolph wurden vom Vater belächelt, der nichts ent⸗ gegen that, um, wie er meinte, ein Irrlicht von Liebe in ſich ſelbſt verglühen zu laſſen; wahre Liebe hielt er nur unter gleichen Verhältniſſen bey Verſtändigen mög⸗ lich, und Verſtand ſetzte er voraus bey Albina. Doch war er nicht ganz ohne heimliche Sorge, und drückte ſie nicht ſelten in ſeinen Zügen aus. Aſtolph hatte an⸗ fangs ſeine Freude daran, Albinen auf den Bretern in ihrem Glanze zu ſehen. Im Zauberſchmucke der Kunſt