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im Alter für die Selbſtverſuche der Jugend im Forſchen
und Denken, war Polychreſtos die Seele eines gewähl⸗
ten Kreiſes von Männern aus allen Ständen, die Be⸗
lehrung und Erheiterung bey ihm ſuchten. Auch Aſtolph
fand dort Zutritt, und je mehr er den Vater bewun⸗ derte und die Tochter in der Entfaltung prunkloſer aber
anziehender Geſelligkeit immer mehr lieb gewann, um
ſo weniger konnte er ſich's erklären, wie jener den ge⸗
fährlichen Beruf der Schauſpielerinn für Albinen ge⸗
wählt haben konnte. Es lag in Polychreſtos Plane, der
Unerfahrenen die Täuſchung zu erſparen, und die Fehl⸗
tritte, welche zur Enttäuſchung führen, darum öffne⸗
te er ihr die Welt, wie ſie war, und ſein Haus der
Welt, damit ſie von dieſer nicht mehrerwarte, als ſie
gewähren kann, das Alltägliche. Die Ideale Albinens
ſollten einzig der Kunſt angehören. Aber ſchon hatte ſie
in die Nebel des Wahns, aus dem Reiche der Kunſt
in das Leben gegriffen, und Aſtolphs Bild war es,
wornach ſie haſchte. Die Kunſt lieh ihr Flügel, es recht
hoch empor zu tragen, und ſie verlor die Welt, wie ſie
iſt, aus dem Geſichte. In ruhigen Augenblicken ahnte ſie wohl, daß ſie tief ſtürzen könne von ſo gewagter Höhe, aber ihr Vertrauen an eine unſichtbare gütige Macht, welche das gläubige Herz nicht ſinken läßt, war ſonder Grenzen. Aſtolph vermißte in Polychreſtos Hauſe


