Teil eines Werkes 
2 (1825) Nachtfalter / von Franz Maria Nell
Entstehung
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27— blicken ſah ſich die langgenährte Sehnſucht Aſtolphs und⸗ Albinens am Ziele, ihr Entzücken war grenzenlos. Die einbrechende Nacht, die Ankunft der Begleiterinn Al⸗ binens hieß die Liebenden ſcheiden, welche ſo Vieles mit ſo wenigen Worten geſprochen hatten. Der nächſte Tag ſollte Alles aufklären, was noch Räthſel war.

Aſtolph, ſorglich und grübelnd, wie Jeder, dem ſein Unſtern zum leicht bewegten Herzen einen ſchwer überzeugten Verſtand zugeſellet, konnte ſcheidend ſich nicht enthalten, mit bangem Blicke in die Zukunft, auf die Unmöglichkeit einer frohen Ernte aus ſo Lgewagter Saat hinzuweiſen. Doch heiter, wie es der Unſchuld ziemt, ſagte Albina:»Ich ſehe keine Unmöglichkeit auf Erden mehr, ſeit ich weiß, daß ihr mich liebt.“ Sie las die Trümmer ihrer Harfe vom Boden auf, und ſprach: „Die Mißtöne meiner Klagen haben ausgeklungen, ein Gott hat dieſe Harfe zerſchlagen, mein Leben iſt Wohl⸗ laut geworden ſeit jenein Augenblicke.“ Sie ſchied mit himmliſchem Lächeln. Aſtolph verſprach, ſie in der Stadt aufzuſuchen, und ging, den verlaſſenen zu finden. Dieſer, mehr er

Hilario wieder ſchreckt als erſtaunt über das Abenteuer Aſtolphs, theilte nicht die freudigen Gefühle des Jünglings; er warnte vor dem Verfolgen blenden⸗ der Luftgeſtalten, die nur zu oft in gräuliche Geſpen⸗ ſter ausarten. Seine Waldzelle bot er dem jungen Freun⸗

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