24 trag erhielt mit den Truppen, die er befehligte, und die man im Frieden für das Wohl des Landes beſchäftig⸗ te, nach Sevilla aufzubrechen, um dort die Arbeiten zur Eindämmung des Guadalquivirs und zur Entwäſſerung der Sumpfgründe zu leiten. Je mehr nun Enrique in ſeinen Sohn drang, um die Hand Ghismondens noch vor ſeiner Abreiſe zu werben, um ſo weniger konnte ſich dieſer jetzt dazu entſchließen. Seine Beſtimmung führte ihn an die Wiege ſeiner ſchönſten Träume, an den Aufenthalt der Geliebten. Mit Mühe ſetzte er es
durch, daß er mit dem Verſprechen abreiſen durfte, ſich nach Verlauf der Wintermonate, die er in Sevilla zu⸗
bringen ſollte, gegen Ghismonden zu erklären. Dieſe entließ ihn mit den ſprechendſten Beweiſen heftiger Lei⸗ denſchaft, er aber ſchied kalt, und verließ Madrid mit den Gefühlen eines Menſchen, der nach langer Gefan⸗ genſchaft auf der Galeere der Waſſerwüſte den Rücken dreht, und auf dem leichten, ſchwankenden Landungs⸗ brete einem üppiggrünen Ufer entgegen ſchreitet. Ueber die Felſen von Toledo, durch die Bergwüſte der einſamen Morena, zog Aſtolph mit den beſeligen⸗ den Hoffnungen eines Pilgers, der an einem Gnaden⸗ orte den Frieden ſeines Gemüthes wieder zu finden ſtrebt, an die Ufer des Guadalquivirs. Bald umfing ihn das ehrwürdig düſtere Cordova, und die Wogen


