Teil eines Werkes 
2 (1825) Nachtfalter / von Franz Maria Nell
Entstehung
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21 Ruine Italica's, dem euer jugendliches Mitleid einſt einen Ring verehrte, hat euch heute früh erkannt; ſie glaubte, daß ihr der Jungfrau Achtung ſchenken wür⸗ det, wie ihr dem Kinde Mitleid ſchenktet; in dieſer Hoffnung ließ ſie bemerken, daß ſie euch erkenne. Ihr aber ſcheint ſie verkannt zu haben. Ihr habt auffal⸗ lend geſcherzt mit Albinen, als ihr ſie nicht kanntet, und euch kränkend zurückgezogen, als ihr Name euch bekannt wurde. Es dürfte euch verlegen machen, zu wiſſen, daß ich ein Andenken an euch beſitze, darum nehmt jenen Ring wieder; der Finger, an dem ich ihn ſtets getragen, iſt ſtark geworden ſeit jener Zeit, ich werde ihn ſchwer herabbringen, aber ich bin gereift für die Welt, wo man größere Opfer bringen muß; da⸗ mit riß ſie den Ring gewaltſam vom Finger, und als ſie Blut bemerkte an ihrem Finger, fügte ſie lächelnd hinzu, indem ſie den Ring in Mondonedo's Hand drückte:Ich bin wohl glücklich, mit ſo leichter Verwundung davon zu kommen! Aſtolph ſtand wie vom Blitze gerührt, er wollte reden, doch indem er über Albinens Hand ſein Sacktuch ſchlug, das Blut zu ſtillen, näherte ſich der Alte, und führte Albinen nach einer artigen Verbeugung hinweg. Aſtolph ſtand ſprachlos mit ſeinem Ringe, mit dem Tuche von Albi⸗ nens Blute gefärbt. Sein Herz glühte; alle die Schein⸗