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Welt den Vorfall von Alt⸗Sevilla beynahe vergeſſen zu haben.
Ehrgeitzig und voll von Entwürfen für ein wirkſa⸗ mes, thatenreiches Leben ſchien Aſtolph anfangs den Plä⸗ nen ſeines Vaters Don Enrique, der Nichts ohne weit in die Zukunft gehende Berechnung unternahm, zuvor⸗ kommend die Hand zu bieten. Aber bey demſelben Ziele der Größe und des Glanzes ihres Hauſes entzweyte die Beyden gar bald die widerſprechende Wahl der Mittel. Don Enrique konnte ſeinem Sohne nur auf dem Bo⸗ den Führer werden, wo erſt ſelbſt Meiſterſtreiche voll⸗ führt hatte, auf dem glatten, kalten Marmorgrunde der
Cabale. Aſtolphs offenes Gemüth entſchied ſich für den
unverlarvten Kampf um die Krone der Ehre, für den Stand des Kriegers. Indem er ſich gegen den Willen Don Enrique's mit dem Schwerte umgürtete, beſtand er den erſten Strauß gegen ſeinen eigenen Vater, und nur als der Krieg, in den er gezogen war, zur Ehre des Vaterlandes und zu ſeiner eigenen beendigt war⸗ und er nach ein Paar Jahren mit dem Bande des Or⸗ dens der Helden ſeines Landes heimkehrte, ſchloß auch der Vater Frieden mit dem hochherzigen Jünglinge. Die Augen der ſchönen Töchter Madrids waren jetzt auf den Erben des reichen Hauſes Mondonedo, auf den heldenmüthigen Aſtolph gerichtet. Aber ein unerklärliches


