— 9— wißt, es kann hier an ſeltſamen Dingen nicht fehlen, weil dieſe Menſchen ſeltſam denken und leben.— Der Alte, ein eingewanderter Franzoſe, insgemein Don Polychreſtos genannt, iſt Alchymiſt, da habt ihr den Schlüſſel zu Allem; er bewohnt ſeit Jahren dieſe Zelle, man ſagt, er mache Gold aus Blut;— das Bild dort ſoll ſein Anherr ſeyn, der einſt in Frankreich in hohen Ehren geſtanden, er ehrt ihn nächtlicher Weile, viel⸗ leicht iſt's aber ein Conterfey des Paracelſus.““—„Aber,“ ſagte Aſtolph,„die Frau rief ja entſetzt meinen Nahmen aus.“—„Das träumt euch— entgegnete Hilario— »ſie hat gar ſeltfame Sprüchlein aus ihres Mannes Be⸗ ſchwörungsformeln angenommen, womit ſie neugierige Fremde aus einer ihr eigenen Leutſcheue gewöhnlich be⸗ grüßt, und zuſf Weitergehen ermuntert; in der Alchy⸗ miſten⸗Sprache finden ſich bald alle Nahmen heraus, warum nicht auch Mondonedo, oder doch ähnlich klin⸗ gend.“ So überredet durch Hilario, an dem ſeltſamen Auftritte ſey nichts bedeutungsvoll, verließ Aſtolph mit wehmüthigen Gefühlen das alte Theater von Italica, wo er eine ſo räthſelhafte Scene geſchaut hatte. Er ſchied von Hilario, bat ihn ſcherzend um Nachricht von Po⸗ lychreſtos, falls er den Stein der Weiſen finden ſollte, und ſchien auf der Reiſe in's Vaterhaus, und in der erſten Zeit ſeines Aufenthalts in Madrid im Geräuſche der
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