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die Hauptſtadt Andaluſiens, von welcher ein ſpaniſches Sprichwort ſagt:„Wer Wunder will ſehen, muß nach Sevilla gehen.“ Die Vorzeit ſeines Vaterlandes hatte ihn dort mächtig angezogen, doch die großen Trümmer der mauriſchen Herrlichkeit erſchienen dem Gläubigen auferſtanden in der ehrwürdigen Kathedrale, wo das Kreuz auf dem Halbmonde ſiegreich pranget. Ernſten Betrachtungen über den Wechſel der Weltgeſchicke und über das Unwandelbare im Geiſte des Menſchen bey aller Wandelbarkeit der Zeiten hingegeben, vergnügten ihn das Amphitheater mit ſeinen Stiergefechten, die Alameda mit ihren belebten Alleen und flimmernden Springbrunnen weniger als die einſamen Cypreſſenhaine von Alt⸗Sevilla, wo die Trümmer der römiſchen Ita⸗ lica ihre Häupter aus dem Grabe eines vergangenen Geſchlechtes erheben. Abſchied zu nehmen von ſeinem Lieblingsaufenthalte ließ er ſeinen Reiſewagen, als er von Sovilla ſich entfernte, den Umwegüber jenen Hain der Trümmer nehmen. An der Hand ſeines Führers, des grauen Waldbruders Hilario, trat er zum letzten Mahle in den ſtillen Kreis der Säulenbogen des römiſchen Am⸗ phitheaters. In freundlichem Gleichgewichte hingen an der Wage des Frühlingshimmels der vollwerdende Mond und die ewig volle Sonne.„Die Strahlen der Abend⸗ ſonne ſind die rechte Beleuchtung ſolcher Ruinen,“ rief


