Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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konnte, einen Lieblingschoral, der ſie in der Zeit gerade ſehr beſchäftigte, mit ihrem Mann und ihren gläubigen Freunden zu ſingen, ſo hörten die anderen Gäſte recht gern zu, und Kadden überzeugte ſich immer mehr, daß man nur im guten Vertrauen auf den Herrn und auf den heiligen Geiſt und mit aufrichtigem lieblichen Sinn für ſeine Brü⸗ der herausrücken könne mit dem, was der Seele einmal das Seligſte und Reichſte und das Liebſte iſt. Daß Bon⸗ ſaks verſetzt wurden, war ihm ganz lieb, beſonders aber für Stottenheim und Cäzilien. Adolfine hatte ſich ver⸗ heirathet und führte ein Leben, wie ſie es von Frau von Bandow gelernt. Die beiden älteren Schweſtern kamen zuweilen als angehende ſentimentale Tanten nach Braun⸗ hauſen, und Stottenheims Lebensaufgabe war es, wie er gern verſicherte, ſie zu bekehren. Bonſaks Nachfolger war, wenn auch nicht kirchlich geſonnen, doch ernſter und bedeu⸗

tender als ſein Vorgänger, und ſeine Frau neigte ſich ent⸗

ſchieden zu dem kleinen glaͤubigen Kreiſe in Braunhauſen. Sie hatte Eliſabeth gleich gebeten, ihr zu ſagen, wo ſie ſich an Werken der Wohlthätigkeit betheiligen könne, ſie hatte bei Kaddens in einer größeren Geſellſchaft Kurtius und Bornes kennen gelernt, nachher ſich ſehr zufrieden über dieſe Bekanntſchaft ausgeſprochen und auch reichliche Miſ⸗ 4 ſionsbeiträge gegeben. Kadden ſchloß ſeinen Bericht und die Generalin war ganz mit ihm einverſtanden, daß die Zeiten ſeit 1848 ſich ſehr geändert, daß es den jüngeren Leuten jetzt leichter werden könnte, mit ihrem Bekenntniß