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hierin ihn zur Ruhe mahnen müſſen, ſagte der Großpapa zu Stottenheim. Ich habe ihm damit aber ſchon im ver⸗ gangenen Herbſt gedroht, ehe er Theologie ſtudierte!
Den Damen war gewiß kein Wort der Unterhaltung verloren gegangen. Emilie ſaß mit glühenden Wangen, ſie konnte nicht anders, ſie mußte ſich ergeben. Aber es war zu unbegreiflich, daß ſie ſich geirrt haben ſollte, daß ihr Mann und die Großeltern dennoch Recht haben ſollten. Und doch war kein Zweifel mehr möglich: ein Mann, der ſo offen, ſo kräftig ſein Bekenntniß ablegte, ein Mann, den ſie ſelbſt ſtolz und herrſchſüchtig zu nennen pflegte, nein, von dem konnte ſie nicht erwarten, daß er aus Menſchen⸗ furcht, aus Furcht vor Rückſichten ſein Panier zurückziehen werde.— Eliſe hatte Emiliens Hand ergriffen, ſie ſagte kein Wort; aber jetzt wollte ſie Muth haben, gegen den Schwiegerſohn zu reden, wie es ihr um das Herz war, jetzt ſchwebten ihr immer nur die Worte aus dem Lieblings⸗ lied vor der Seele: Es iſt nicht ſchwer ein Chriſt zu ſein, und nach dem Sinn des reinen Geiſtes leben.— Und:
Wirf nur getroſt den Kummer hin,
Der nur dein Herz vergeblich ſchwächt und plaget;
Erwecke nur zum Glauben deinen Sinn,
Wenn Furcht und Weh dein ſchwaches Herze naget;
Sprich: Vater, ſchau mein Elend gnädig an! So iſts gethan.
Auf, auf, mein Geiſt, was ſäumeſt du, „
Dich deinem Gott ganz kindlich zu ergeben? Geh ein, mein Herz, geneuß die ſüße Ruh!


