Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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wer Frieden haben will, muß erſt Krieg haben. Und wer Frieden haben will, muß Muth haben, fügte Kadden hinzu. Du, Stottenheim, biſt nun ſo weit, daß Du des Herrn Willen weißt, nun habe Muth, ihn auszuführen, es gehört freilich dazu mehr Muth, als mit der Welt den Herrn zu verleugnen und ſomit allem Kampfe aus dem Wege zu gehen. Lieber Freund, ſagte Stottenheim be⸗ dächtig, man muß nun freilich nicht zu weit gehen. Richtig, ſagte Kadden, ſo habe ich auch geſprochen, erſt kannte ich den Herrn nicht, und verlangte nicht danach, ihn zu kennen; als ich ihn kannte, hoffte ich, man könnte ihn im Herzen haben, dürfte aber mit der Welt leben, ich ſcheute mich, ſo weit zu gehen. Ein zu vorſichtiger, be⸗ dächtiger und ängſtlicher Reiter wird von uns Soldaten aber gering geachtet, und wenn ich einmal vor dem Feind ſtehe, da will ich lieber tollkühn ſein, als ängſtlich. Im Grunde iſt das freilich auch nicht ſchwer, denn uns iſt der Sieg gewiß, wir haben zum Verbündeten einen unbe⸗ ſiegbaren. Herren. Ein jeder ſtreitet auf ſeine Weiſe, ſagte Stottenheim abwehrend. Ja, er muß aber auf⸗

richtig ſtreiten, fiel Kadden ein, und aufrichtig dienen.

Welcher König möchte einen Diener haben, der heute mit ihm und morgen mit dem Feinde geht. Was meint Ihr? wandte er ſich zu ſeinen Kameraden, und der eigentliche Sprecher entgegnete: Darin hat Kadden recht, wenn ich einmal überzeugt bin, dann gehe ich auch entſchieden drauf los. Ja, ich will nicht einmal die Farben mei⸗