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reden? fragte Kadden. Entweder der Wahrhaftige ſelbſt, oder— wie nennt Ihr den Menſchen, der ſich die Ehre und die Eigenſchaften Gottes aneignet?— Die Herren wußten nichts zu ſagen, der ältere nur begann: Wir find keine Theologen und kennen die Schrift nicht ſo genau. — Das iſt es eben, was ich hören wollte, ſagte Kadden. Mir iſt es ganz ſo wie Euch gegangen, ich kannte die Schrift nicht und ſprach gerade das nach, was ich von anderen ungläubigen Leuten gehört hatte und was mir recht bequem und vernünftig war. Aber es läßt ſich nicht ſo durchkom⸗ men. Die Frage: ob der Herr Chriſtus ein Lügner oder Gottes Sohn iſt, dies Entweder Oder, iſt nicht zu um⸗ gehen, es giebt kein Mittelding. Uns Allen wird dieſe Frage vorgelegt, und wer hat den Muth zu ſagen: er iſt ein Gottesläſterer, ein Betrüger? Wenn ich aber den Herrn Chriſtus als Gottesſohn anerkennen muß, wenn ich an ihn glaube, wie ich an den Vater glaube, alſo auch den Liebesrath und die Gnade ſeiner Erlöſung annehme, dann muß ich auch ſeinen Befehlen gehorchen, dann muß ich mit Eifer forſchen, welches dieſe Befehle ſind, und wenn ich ſie weiß, muß ich den Muth haben, ſie auszuführen, muß ich ein ebenſo tapferer Streiter Chriſti ſein, als ich ein Streiter für meinen irdiſchen König bin.
Kadden, Du haſt ganz Recht, ſagte Stottenheim ſach⸗ verſtändig, und es iſt recht gut, wenn wir zuweilen von ſolchen Dingen reden. Ich weiß zwar, in der erſten Zeit war es mir immer fatal, es beunruhigte mich immer, aber


