Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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Der ältere Offizier nahm jetzt etwas lebhafter das Wort: Wenn wir einmal davon reden, möcht ich entgegnen, daß es mir kaum etwas helfen würde, dieſen König zu bekennen; er ſcheint mir gerade von den jetzigen ſogenannten Gläubigen von dem Thron geſtoßen, ſie reden ja immer nur von ihrem Herrn Chriſtus. Weil ſie beide eines ſind, entgegnete ihm Kadden, und weil wir erſt durch den Herrn Chriſtus zu dem Vater kommen können. Dagegen ſträubt ſich eben mein Gefühl, ſagte der Freund. Mein Stolz, mein Ehrgefühl, fügte Kadden hinzu, er konnte ja aus Erfahrung ſprechen. Der Freund nickte einverſtanden: Die ganze Idee hat ſo etwas ungereimtes, ſo etwas über⸗ flüſſiges; warum kann ich nicht gleich zum Herrn Gott kommen, muß erſt einen Vermittler und Fürſprecher haben? Warum darf denn nicht jeder Unterthan zum König kommen? fragte Kadden, warum dürfen Unterthanen dies und das nicht thun? Warum darf denn ein guter Soldat nicht forſchen, warum ihm dieſes und jenes befohlen wird? Warum giebt es Arme und Reiche, Herren und Diener in der Welt? Warum könnten denn alle unſere Verhältniſſe in der irdiſchen Welt hier uns mit einem Warum beunruhigen? Weil es der Wille deſſen iſt, der Alles geſchaffen und ſo angeordnet hat. Da iſt die Antwort auf alle dieſe Fragen. Die irdiſche Welt iſt aber nur ein Abbild der ewigen, wenn uns die irdiſche Welt mit ſolchen Warum beunruhigt, ſo muß es die dort oben, die ein ſchwacher Menſchengeiſt noch

nicht begreifen kann, noch mehr, und es bleibt uns Geſchöpfen Eliſabeth. II. 27