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Nimm es mir nicht übel, aber es ſcheint mir unüberlegt, wenn ein armer Menſch, der Alles und Alles dem allmäch⸗ tigen Schöpfer Himmels und der Erden verdankt, meint, er dürfe ſich nicht vor ihm beugen.— Ich thue das auch auf meine Weiſe, ſagte der Offizier.— Auf welche Weiſe? — Im Herzen glaube ich auch an ihn und verehre ihn; Du wirſt mich doch für keinen Gottesleugner halten?— — Nein; aber wenn Du es nicht übel nimmſt, ſagte Kadden: Du machſt es gerade ſo, wie die jetzigen Con⸗ ſtitutionellen, Du läſſeſt den himmliſchen König fortbeſtehen, weil es einmal ſo herkömmlich iſt, Du willſt ihn nicht abſetzen, wie die Demokraten, ja, Du willſt ihm alle Ehre gönnen; aber zu thun und zu gebieten als König ſoll er nichts haben, regieren wollt Ihr Euch ſchon ſelber. Und es geht Dir gerade ſo, wie es den conſtitutionellen Philiſtern auch geht: weil an ſolchem machtloſen Puppen⸗König im Grunde wenig gelegen iſt, ſo haſt Du auch nicht den Muth, ſeinen Feinden entgegenzutreten, ihn zu bekennen und für ſeine Ehre einzuſtehen. Nein! trage ich den König wirklich im Herzen, habe ich Glauben an ihn, ſo werde ich ihn auch gegen niemand verleugnen. Und weil ich weiß, daß es Dir ſonſt an Muth nicht fehlt, ſo kann ich nur denken, Du haſt den König Himmels und der Erden lich noch nicht lebendig im Herzen. P Die Damen hörten dieſer Unterhaltung— zu. Eliſe hatte in freudiger Aufregung Emiliens Hand ergriffen, dieſe aber horchte in ſeltſamer Spannung.


