Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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geben. Das war beider Bedenken. Schlöſſer ſollte doch dieſe Gelegenheit benutzen und ein ernſtes Geſpräch mit den jungen Herren anfangen, vielleicht wurde es dann Kadden leichter, ein gewiſſes Bekenntniß den Kameraden gegenüber abzulegen, das ihm fortan förmlich zu einer Mauer gegen ſie werden konnte. Aber Schlöſſer war unbeſchreiblich ruhig, der Großvater noch unbeſchreiblicher; beide Frauen bedauer⸗ ten, die Frau Oberförſterin nicht hier zu haben, die hätte jedenfalls Bahn gebrochen zu einem ernſten Disput, der fehlte es weder an Worten noch an Muth.

Schlöſſer war jetzt zu den Herren getreten und Kad⸗ den redete ihn ſcherzend an: Setzen Sie ſich nur her, lie⸗ ber Schlöſſer, Sie gehören eigentlich halb und halb zu uns, weil Sie eines Soldaten Tochter geheirathet haben. — Ich fürchte mich auch nicht, entgegnete Schlöſſer freund⸗ lich.— Oder fürchten wir uns vor ihm? fragte Kadden ebenſo ſcherzend, er iſt ſo ein Genoſſe des Paſtor Kur⸗ tius, wenn er nicht noch ſchlimmer iſt.— Den Paſtor Kurtius achten wir ſehr hoch und fürchten ihn nicht, war die freundliche Antwort eines von den älteren der Offiziere. — Emilie und Eliſe hörten aufmerkſam dem Geſpräche zu, und Emilie ſagte: Wenn Schlöſſer jetzt nicht darauf ein⸗ geht, iſt es unbegreiflich. Schlöſſer ſchien aber nicht Luſt zu haben, er entgegnete nur, daß Kurtius ein wor⸗ trefflicher Mann ſei. Da trat der allezeit helfende Stot⸗ tenheim hinzu, er mußte ſein Licht leuchten laſſen und wandte ſich ſehr imponirend zu ſeinen Kameraden:—