Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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Und wenn er es einmal vergißt, fiel die Großmama ein, ſo nehmen wir auch mit dem guten Willen fürlieb, weil wir wiſſen, daß wir einen vernünftigen Mann haben.— Richtig, fuhr der Großpapa fort, jedenfalls iſt es beſſer, man macht uns nicht aufmerkſam darauf, es müßte denn auf eine ſehr liebenswürdige und freundliche Art ſein.— Es darf nie perſönlich werden, fiel die Großmama ein, man darf aber wohl allgemeine Bemerkungen machen.— Ja, allgemeine Bemerkungen, verſicherte Kadden, das ver⸗ ſteht Lieschen auch recht gut.— Die Großmama nickte ihr freundlich zu. Nun wollt ich den zweiten Punkt be⸗ trachten, fuhr der Großpapa fort, wenn eine Frau einen unvernünftigen Mann hat. Das iſt freilich traurig, und die Frauen, die nicht ſo unglücklich ſind, können dem Herrn alle Tage dafür danken; aber am beſten iſt es auch da, die Frauen geben den Männern Recht.— Die Großmama ſcherzte, daß dieſer zweite Punkt für ſie alle von keiner Bedeu⸗ tung ſei, das Geſpräch wurde von den Andern ſcherzend weiter geführt.— Eliſabeth war ſehr vergnügt dabei, ſie hörte nur Lob, und das war ihr, weil es wahrſcheinlich nicht nur eine Eigenthümlichkeit der Männer, ſondern auch der Frauen iſt, ſich lieber loben als tadeln zu laſſen, ſehr angenehm. Emilie konnte indeſſen durchaus nicht über das ein⸗ ſeitige Verhältniß fortkommen. Eine denkende Frau kann nicht immer nachgeben, dachte ſie, es iſt von Männern ein entſetzlicher Egoismus, das zu verlangen. Eliſabeth iſt un⸗