Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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Natur und den guten belebenden Kaffee genoſſen, jetzt aber ſaßen ſie Eliſabeth gegenüber, mit heißen Wangen, und Wina beſonders mit funkelnden Augen. Eliſabeth hatte den ſchwierigen Auftrag mit vieler Ueberlegung und ebenſo viel Sanftmuth ausgeführt, und Tante Wina hatte ihr Erſtaunen und ihre Kränkung darüber in großer Erregtheit ausgeſprochen. Sie konnte aber immer noch nicht fertig werden. Dir mein Kind, ſagte ſie ſcharf, mache ich kei⸗ nen Vorwurf über dieſe unbegrenzte Rückſichtsloſigkeit, Du thuſt, was Dein Herr Gemahl befiehlt, und das iſt ja recht, obgleich ich von Deiner Liebe und Dankbarkeit er⸗ warten konnte, Du hätteſt uns dieſen Kummer erſpart, ſollte es auch mit einigen ſchweren Stunden Deinem Mann gegenüber erkauft ſein. Du haſt mir auch ſchwere Stun⸗ den gemacht, mein Kind, jahrelang, meine Liebe hat keine Mühe und Arbeit geſcheut. Jetzt folgte eine Schilderung der vergangenen Zeiten.

Eliſabeth ließ dies Alles ſchweigend über ſich ergehen, ſie hatte ihre Gründe in Freundlichkeit erſchöpft und wußte, daß es der Tante eine Erleichterung und ein Troſt ſei, bei ſolchen Gelegenheiten ihr ſehr edeles inneres Leben aufdecken zu können.

Beide Damen gingen dann in ihr Zimmer, um zu packen, gegen Mittag wurden die neuen Gäſte erwar⸗ tet, und Wina mußte, nachdem ſie der Nichte ihre ede⸗ len Gefühle mitgetheilt, der Schweſter auch den gerechten Zorn ausſchütten. Nie wollte ſie dieſes Haus wieder betre⸗