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vernünftig, daß er weiß, was zum Leben gehört; er weiß, nach der Arbeit und der Einförmigkeit des profanen häus⸗ lichen Lebens muß ſich das Gemüth wieder erheitern. Wenn er Eliſabeth auch im Hauſe viele ſchwere Stunden ſchafft, in angenehmer Geſellſchaft kann ſie es vergeſſen; die Män⸗ ner ſind einmal nicht anders.— Herr von Stottenheim iſt aber allerliebſt! unterbrach ſie Paula, mit einem ſolchen Mann würde unſere Eliſabeth glücklicher ſein.— Ja, er iſt ein vernünftiger und ein braver Mann, und ich habe ihm gern im Vertrauen Eliſabeths Glück, ſo zu ſagen, auf die Seele gebunden. Er ſoll vor allen Dingen Kadden in dieſe Geſelligkeit mehr hineinziehen. Stottenheim hofft das jetzt, da durch uns der gute Anfang gemacht iſt, und Eliſabeth ſich ſehr darin zu gefallen ſcheint.
Der wohlthätige Einfluß ihres Beſuches durfte ſich aber nicht auf ſo kurze Zeit beſchränken, verſicherte Wina der Schweſter, und Eliſens Abſicht, mit ihrem Mann acht Tage das Logirſtübchen zu bewohnen, während deſſen die Tanten nach Woltheim überſiedeln ſollten, um dann nachher zuſammen zurückzureiſen, mußte durchaus vereitelt werden. — Fliſe will aber lieber hier logiren, machte Paula eine beſcheidene Einwendung.— Sie will und wir wollen,
entgegnete Wina mit Rachdruck, wir ſind ſchon hier und
ſind im Vortheil, bei ſoichen Gelegenheiten muß man nicht
zu zartfühlend ſein, ich ſage immer: unverheiratheten Mäd⸗
chen wird gern viel geboten, man muß ſich aber nicht in die Ecken ſtoßen laſſen, man muß ſich wehren.


