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Dein Vater iſt flegmatiſch und ich bin es nicht.— Eliſa⸗ beth konnte ſich noch nicht bezwingen, ſie war in zu gutem Rechte. Wina ſagt aber auch, begann ſie eifrig, ein ge⸗ bildeter Mann— Herr von Kadden hatte ſchon nach der Mütze gegriffen. Wenn Du mich nicht zwingen willſt, das Haus zu verlaſſen, unterbrach er ſie, und gerade ſo lange fortzubleiben als Deine albernen Tanten hier ſind, ſo ſchweige.— Sie ſchwieg, er ging in ſein Zimmer, und ſie blieb mit höchſt unangenehmen Gefühlen allein. Ihre heilige Pflicht hatte ſie erfüllt, aber ohne Erfolg, jetzt war ihre einzige Sorge, daß die Tanten nicht erfuhren, wie es 4
ihr zu Sinne war, ſie mußte ſich zwingen, vergnügt zu
ſein, und die Sache unwichtig zu nehmen.
Als ſie jetzt zu ihnen kam, wurde ſie von Paula ſogleich empfangen: Wie ſteht es? Es iſt Alles gut, entgegnete Eliſabeth leicht. Hat er ſein Unrecht eingeſehen? forſchte Wina. Eingeſehen? fragte Eliſabeth, ein Mann hat immer Recht, und in ſolche Sachen muß man ſich nicht miſchen. Dann forderte ſie die Tanten ſchnell auf, in den 3 Garten zu kommen, es ſei ſo erquicklich und ſchön, ſie
wolle vorangehen und das Abendbrod dahin beſtellen. Wina! begann, als die Schweſtern allein waren, Paula feierlich, ich fürchte mich vor dieſem Mann. Die arme Eliſabeth! ſetzte Wina ebenſo feierlich hinzu. Die Männer 3 ſind alle Barbaren, fuhr Paula fort. Ja liebe Paula, wir können beide froh ſein, daß wir nie geheirathet haben, 7 wir wären am Hetzweh geſtorben, ſagte Wina. In der


