Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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der Mode gekommenen Ohrfeigen zu befürchten waren. Eiſabeth, es iſt Deine heilige Pflicht, geh hin, bringe Deinen Mann zur Vernunft, eiferte Wina. Nicht doch, Eliſabeth! warnte Paula, er iſt zu heftig, er würde es gegen Dich auch ſein. Albern, ſagte Wina, ein gebil⸗ deter Mann wird ſeine Frau nicht wie ſeinen Reitknecht behandeln. Wer ſoll ihm denn die Wahrheit ſagen und ihn dadurch erziehen, wenn es die Frau nicht thut? Eliſabeth hatte wirklich das Zimmer ſchon verlaſſen, um auf den Hof zu eilen, auf dem Vorſaal trat ſie noch einmal an das Fenſter und ſah, daß ihr Mann mit dem Pferde wieder im Stalle war. Nach kurzer Zeit trat er in die Wohnſtube. Eliſabeth hatte ſich allein hier von ihrem Schrecken zu erholen geſucht, aber eingedenk Winas Worte, daß es ihre heiligſte Pflicht ſei, ihren Mann zu erziehen, was ihr in der eigenen Aufregung ſehr einleuchtend war, empfing ſie ihn gleich und zwar mit einem beſonders herausfordernden Tone: Otto, wie kannſt Du ſo heftig ſein? Der Menſch iſt dummer als das Vieh, was er abwar⸗ ten ſoll! entgegnete er noch ſehr aufgeregt und warf die Mütze auf den Tiſch. Ich habe mich ſo ſehr erſchrocken, fuhr Eliſabeth vorwurfsvoll fort, ich habe gezittert und die Tanten waren förmlich entſetzt. Ihr ſeid alle drei Thörinnen, unterbrach er ſie, bei Männern iſt das nicht anders. WMein Vater iſt nie ſo heftig geweſen, ent⸗ gegnete Eliſabeth heftig. Eliſabeth, ich will nicht die Vergleiche mit Deinem Vater bören, ſagte er jetzt ärgerlich,