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wohl ſelten eines auf Erden zu finden iſt. Du mußt das nur ſtets erkennen, ich verſichere Dich, ſollteſt Du einmal nicht glücklich ſein, zu mir dürfteſt Du mit Deinen Klagen nicht kommen, denn Du allein würdeſt nur Schuld daran ſein.— Das iſt mir wie aus dem Herzen geſprochen, verſicherte Paula.
Und Ihr habt beide Fantaſien wie das jüngſte Mäd⸗ chen! fiel Eliſabeth etwas ärgerlich ein. Ihr macht aus meinem Mann den erſten beſten Romanhelden. Meint Ihr denn, daß er immer ſo liebenswürdig iſt, wie Ihr ihn in Geſellſchaft ſeht?— Die Tanten ſahen ſie etwas verdutzt an.— Wenn Ihr das hofft, dann werdet Ihr Euch jetzt ſehr verwundern, fuhr ſie fort. Ihr glaubt wohl, mein Mann iſt vom Morgen bis Abend in einer Zuckerwaſſer⸗ Stimmung? Nein, er hat ſeine Geſchäſte, er iſt auch ernſthaft, auch verdrießlich, er bekümmert ſich oft halbe Tage lang nicht um mich, ſieht mich kaum an, aber das ſtört mich gar nicht, ich weiß doch, daß er mich lieb hat.
Eliſabeth fühlte ſich ſehr wichtig bei dieſen höchſt ver⸗ nünſtigen Aeußerungen, ganz ernſt war es ihr bei der letzten Verſicherung freilich nicht, es war ihr nie gleichgül⸗ tig, wenn ihr Mann ſich nicht um ſie bekümmerte und ſie kaum anſah. Es war gerade ſo, wie das Zanken und Vertragen in der Fantaſie ganz intereſſant iſt, aber in der Wirklichkeit, wie Klärchen Warmholz ganz richtig ſagte, iſt es höchſt fatal, wenn ein liebenswürdiger Gegenſtand da nehen uns ungezogen iſt.
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