Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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geſtatten wollte. Sie hatten auch beide Eliſen gewarnt, aber die Sache ließ ſich nicht ändern, und Eliſe konnte dieſesmal mit gutem Gewiſſen ſagen, daß es ſo der Wunſch ihres Mannes ſei. Es war auch verabredet, daß er ſelbſt mit Frau und Kindern von Woltheim aus die Schweſtern wieder abholen wollte.

Einige Tage nach den Feſtlichkeiten reiſten die glück⸗ lichen Tanten ſammt verſchiedenen Koffern und Hauben⸗ ſchachteln wirklich mit dem jungen Paar nach Braunhauſen. Eliſabeth hatte gar nichts dagegen, es mußte ihr ja Spaß machen, ſich von den Tanten in dem eigenen Haushalt bewundern zu laſſen, und ihr Mann war ſo gefällig und liebenswürdig, ſich dieſen, zwar nicht angenehmen Familien⸗ rückſichten freundlich zu fügen. Beide Tanten waren nicht wenig dankbar dafür, ſie hatten ihn zwar immer ſchon ent⸗ zůckend gefunden, jetzt war ereine unbeſchreiblich liebens⸗ würdige Erſcheinung, wie Wina gern verſicherte.

Als Herr von Kadden vor dem Gaſthofe der kleinen Eiſenbahnſtation beſchäftigt war, die Sachen in den Wagen packen zu laſſen, waren die drei Damen indeſſen in die kühle Wirthsſtube getreten, und beide Tanten ſtimmten wieder des Neffen Loblied an. Tante Wina aber, die ſich gar zu gern feierlich reden hörte, knüpfte gleich eine ernſte Mahnung für Eliſabeth daran. Mit dieſem Mann, liebe Eliſabeth, verſicherte ſie, mußt Du jetzt ſchon wie im Him⸗ mel leben; Dir iſt das lieblichſte Loos gefallen, was ein Miädchen ſich nur träumen konnte er iſt ein Seat vie