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Er iſt es auch, unterbrach ſie Schlöſſer ebenſo.— Er iſt es auch, wiederholte Emilie noch einmal mit etwas mehr Aufregung, ſie haben ja eben beide Ideale im Her⸗ zen, aber beide keine Kraft, ſie zu verwirklichen.— Wir wollen es ihnen aber von Herzen wünſchen! bat Schlöſſer wiedet freundlich. Er wußte einmal, daß dieſer Punkt Emiliens größte Verſuchung war, und vermied es, ſich mit ihr darin zu vertiefen.— Wilhelm, glaube nur nicht, daß ich ihr Unglück wünſche! klagte Emilie.— Gewiß, das glaube ich nicht, verſicherte er aufrichtig; aber Du fürchteſt, daß der liebe Gott nicht anders handeln kann, weil Dein Verſtand keinen Ausweg ſieht, ſetzte er ſcher⸗ zend hinzu. Er reichte der Braut die Hand, und ſie nahm ſich wieder ernſthaft vor, Eliſabeths Glück zu wünſchen und freundlich und liebreich gegen ſie zu ſein.
Nur am Hochzeitstage, wo Eliſabeth als Gaſt noch einmal im bräutlichen weißen Feſtkleide erſchien und ihre glückliche Rolle ſpielte, mußte Emilie ſchwer kämpfen, be⸗ ſonders als Tante Wina, zwar nur im höflichen Scherz, ihr die liebenswürdige junge Frau zur Nachahmung anpries. Die alberne Wina, die Eliſabeths Jugend ſchon verdorben, ſetzt es im vergrößerten Maaßſtabe jetzt noch fort. Die klugen Lebensregeln, die ſie dem Liebling, dem Verzug, vorpredigte, waren fabelhaft anzuhören, noch fabelhafter aber erſchien es Emilien,— und Tante Julchen war ganz
mit ihr einſtanden,— daß Eliſe den beiden albernen Schwägerinnen jetzt einen längeren Beſuch bei Eliſabeth Gtiſabeth. u. 2 —4 K


