Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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Familie und war doch eine reine Erſparniß. Charlotichen war gerührt von dieſer herrlichen Idee und bewunderte, wie immer, die weiſe Umſicht und wirthſchaftliche Kunſt des guten Herrn von Budmar. Eliſabeth hatte gegen die⸗ ſen Vorſchlag natürlich auch nichts einzuwenden und jetzt eben erzählte ſie ihrem lieben Otto, und zwar in des On⸗ kels Gegenwart, der mit dem ganzen Geſichte und noch mehr mit dem Herzen lachte, daß ihn die Befürchtung wegen der ſchlechten Butter nicht heunruhigen dürfe, da ſie von der feinſten und berühmteſten Butter der ganzen Gegend, und zwar bei ermäßigtem Preiſe, ſpeiſen würden.

Bald darauf ſtand ſie wieder ſehr lieblich und demü⸗ thig neben dem Bräutigam, als ihnen Schlöſſer die Ab⸗ ſchrift ſeiner Traurede übergab. Beide verſprachen, näch⸗ ſten Sonntag Nachmittag die Rede noch einmal in rechter Sammlung zu leſen und zu Herzen zu nehmen. Schlöſ⸗ ſer war ſo brüderlich und herzlich und auch fröhlich mit Eliſabeth, daß Emilie es mit dem beſten Willen nicht laſ⸗ ſen konnte, ſich zu wundern. Niemand, niemand fordert ſie zum Ernſt auf! dachte ſie. Daß dieſe entſetzlichen Tan⸗ ten Wina und Paula ſie umſchmeicheln und vergöttern, iſt nicht zu vermeiden, wir aber ſollten es doch beſſer mit ihr meinen und ſie nicht ſo ſicher in ihren thörichten Hoffnun⸗ gen und Erwartungen hingehn laſſen.

Eliſabeth trat jetzt zu ihr und zu gleicher Zeit auch Klärchen. Eliſabeth, aus deren Augen heute mehr als je nur Güte und Freude leuchtete, ſagte zu den Freundinnen: