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nicht mehr Mode iſt.— Der Bräutigam lächelte, aber ſchien doch ganz einverſtanden.— Zu ſo Verſtandeshei⸗ rathen, oder wenn die Töchter Ja ſagen mußten, weil die Eltern Ja geſagt, da paßte das auch noch, fuhr Eliſabeth fort; wenn man ſich aber lieb hat, iſt die Sache anders, da möchte man doch gar nicht leiden, daß der eine mehr gilt als der andere.— Der Bräutigam nickte wieder und hörte wenigſtens ebenſo aufmerkſam zu, als der Bräuti⸗ gam damals ſeiner Braut, die ihm in aller Demuth aus⸗ einanderſetzte, ſie könne nicht begreifen, daß er ſie immer lieben würde, die ſeine Liebe als ein Gnadengeſchenk des Herrn betrachtete, und die Bewahrung auch der Gnade
überlaſſen wollte. Daß dieſe Demuth, mit der ſie in dem
Bräutigam einen Herrn ſehen wollte, dieſen, weil er eben
eine zarte Seele war, gar nicht zur Herrſchaft kommen
ließ, war ihr ſelbſt nicht bewußt geworden.
Ihre Enkelin ſah die Sache anders an: Sieh mal, lieber Otto, fuhr ſie wieder belehrend fort, wenn ich Un⸗ recht habe, werde ich es einſehen, wenn Du Unrecht haſt, mußt Du es aber auch einſehen.— Natürlich, verſicherte der glückliche Bräutigam. Wenn wir aber beide Unrecht haben? ſetzte er lächelnd hinzu.— Dann müſſen wir es beide einſehen, beſtimmte ſie kurz, und die Sache war erledigt.
Als ſie nach Hauſe kamen, war es Zeit zum An⸗ kleiden. Eliſabeth wurde von der Großmuttet und von der Mutter,— alle andere Hülfe hatten ſie ſich, zu Tante


