Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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Glücke. Die kleinen trüben Erfahrungen, die ſie im Braut⸗ ſtande gemacht, waren jetzt ſehr natürlich vergeſſen. Der Bräutigam hatte ſich immer mehr überzeugt, daß er ſeine Eliſabeth jetzt erſt recht kennen lernte, er wollte ſie gewiß auf Händen tragen, er wollte nur zart und rückſichtsvoll mit ihr umgehen, ihre Fehler wollte er tragen mit wenig⸗ ſtens ſo viel Geduld, als Schlöſſer die Fehler ſeiner Emi⸗ lie trug. Eliſabeth dagegen zweifelte gar nicht, daß der Bräutigam immer liebenswürdiger geworden ſei. Das war auch natürlich. Woher ſollte er wiſſen, mit Damen um⸗ zugehen? er war ja von Jugend auf nur mit Männern geweſen; ſie hatte es ihn erſt lehren müſſen, und da er ein ſo gelehriger Schüler war, ſah ſie es ſicher voraus, daß er es nur immer noch beſſer lernen werde.

Der Bräutigam erwähnte jetzt ſcherzend, daß hier einſt die Großmama ihren Bräutigam verſicherte, ſie höre nichts lieber als das Gebot:Er ſoll dein Herr ſein. Er ſagte es ſcherzend, weil ihm jetzt ſelbſt die Möglichkeit ſolcher Herrſchaft fern lag. Von der Großmama aber war das ganz natürlich, nahm Eliſabeth weiſe das Wort, ſie hatte geſehen, daß der alte Großonkel ſeine Frau ſo tyran⸗ niſch behandelte, und daß die gute Großtante ſo fügſam und nachgebend war. In den Zeiten damals war das oft Sitte, die Großmama war darum ſchon glücklich, einem ſo liebenswürdigen Herrn folgen zu müſſen, und konnte das wohl ausſprechen; aber ich habe ihr ſchon geſagt, daß ſich die Zeiten geändert haben, und daß Alles ſo etwas