Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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gemacht werden, müſſen ſie ſelbſt innerlich entbehren, und wenn ich über Emilien erſt beſtimmen darf, werde ich ihr ein Jahr Ruhe von allen ſolchen Dingen verordnen, da⸗ mit ſie wiehl Kräft ſammeln kann.

Wilhelm zürnte Emilie beinahe erſchrocken. Recht ſo, Herr Schwiegerſohn, recht ſo! fiel der General ihr in das Wort, und augenblicklich entſtand zwiſchen dem General und ſeinem Reffen und dem Geheimrath Kühneman ein lebhaftes Geſpräch, ſo daß die Uebrigen ſchweigen mußten. Das Reſultat blieb unklar. Der Geheimrath konnte nicht eigentlich klagen, weil ſeine Frau nie zu lebhaft theilge⸗ nommen an dieſem Dienſt der chriſtlichen Frauen. Der junge Herr von Reifenhagen hatte nur die äußeren Ver⸗ nachläſſigungen im Auge, und der General wußte den Grund ſeiner Unzufriedenheit ſelbſt nicht recht zu erklären. Die Sache iſt die, nahm Emilie endlich ruhig das Wort, die Herren meinen, wir taugen nicht einen größeren Wirkungskreis zu haben, wir ſeien allein für das Haus und ihre Bequemlichkeit da.

An mich hatte ich nicht gedacht, verſetzte Schlöſſer freundlich, wenn ich Dich ein Jahr von aller Arbeit dis⸗ penſiren möchte, nur an Dich allein, liebe Emilie. Ich bitte Dich, Wilhelm, unterbrach ihn die Braut, kränke mich nicht mit Deinen Scherzen; Du weißt recht gut, wie ich gewöhnt bin an dieſe liebe Arbeit. Mein Freund, be⸗ gann Frau von Warmholz wieder lebhaft, man darf ſein Licht nicht unter den Scheffel ſtellen, und Emilie iſt be⸗

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