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hat, für einen größeren Kreis zu wirken, ſo wäre es doch Unrecht, ſie abzuhalten.
Ich würde, ſagte er, einer Frau nie erlauben in ei⸗ nem größeren Kreiſe zu wirken, ehe ſie nicht die unbedeu⸗ tendſten Pflichten, die ihr als Hausfrau und Mutter ob⸗ liegen, gethan hat, und eine Frau, die Mann und Kinder hat, hat eigentlich hinlänglich Beruf. Wenn ſie gern mild⸗ thätig iſt und gern dem Herrn auch außer dem Hauſe dienen will, wird ihr das Leben genug Gelegenheit bieten, es in aller Stille zu thun. Vereine koſten an und für ſich zu viel Zeit, Vereine ſind für Damen, die keinen Be⸗ ruf haben, recht ſchön, und Fräulein Emilien, der angehen⸗ den jungen Frau Paſtorin, kömmt es zu, ihre herrlichen Gaben ſo ſchön anzuwenden.— Schlöſſer ſchwieg immer noch und ſah lächelnd vor ſich hin.
Jetzt trat Emilie ein, ſchnell athmend und zerſtreut nach verſchiedenen Seiten hin grüßend, ſagte ſie: Ich habe wohl auf mich warten laſſen?— Ja mein Kind, ent⸗ gegnete Frau von Warmholz, wir können mit unſerem
Shakſpeare aber auch recht gut auf Dich warten.— Emilie
ſetzte ſich ſeufzend neben den Bräutigam. Heute bin ich ordentlich abgeſpannt, ſagte ſie.— Nun erzählen Sie, was Sie heute alles erlebt haben, begann ihr Vetter Theodor. — Das würde wenig Erfreuliches ſein, entgegnete Emilie mit einem etwas würdevollen Lächeln.— Liebe Emilie, kann ich Dir nicht zuweilen Wege abnehmen? erbot ſich Eliſabeth ſchnell, ich möchte es doch wohl ſehen, wie es


